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ADM-Regulierung

Zielsetzung

Die Regulierung von Algorithmen erfordert unter anderem eine Abwägung zwischen den Geboten der Nichtdiskriminierung, des Verbraucherschutzes, der Transparenz zu regelnder Entscheidungsprozesse, der Förderung von Innovation in Software und Technik, des Datenschutzes, des fairen Wettbewerbs sowie der Rechtssicherheit für betroffene Verwender von Algorithmen.

Das Gutachten wird zunächst die verschiedenen Anwendungsgebiete automatisierter Entscheidungen auf der Basis von lernenden Algorithmen sichten, um die relevanten Interessen und Schutzgüter zu bestimmen. Das Gutachten wird sodann Kernfragen dieses Spannungsfeldes ausarbeiten, und Probleme und Möglichkeiten der Regelung von Algorithmen entsprechend detailliert erläutern, so dass der Gesetzgeber informierte Abwägungsentscheidungen treffen kann.

Ziel der Studie ist eine sowohl interdisziplinäre als auch rechtsvergleichende Analyse der Möglichkeiten, die der Gesetzgeber für die rechtliche Gestaltung der Entwicklungs- und Anwendungsumgebung von Algorithmen hat. Dies erfordert einerseits eine Angleichung der Begrifflichkeit des deutschen Rechts mit den Konzepten der Informatik, andererseits - soweit notwendig - eine Angleichung der Begrifflichkeit des deutschen Rechts und der zum Vergleich herangezogenen Rechtsordnungen.

So scheinen etwa die Initiativen zu einer „Algorithmenkontrollbehörde“ in Großbritannien und den USA auf erste Sicht sehr ähnlich zu sein - bis durch genauere Analyse klar wird, dass diese nicht nur eine unterschiedliche Definition von Algorithmen voraussetzen, sondern auch in einem unterschiedlichen, historisch gewachsenen rechtlichen Umfeld operieren werden, wodurch sich sehr unterschiedliche Auswirkungen für Bürger und Unternehmen ergeben.

Das interdisziplinäre und internationale Team wird Methoden aus Rechtsvergleichung und „Science and Society Studies“ anwenden, um diesen Problemen zu begegnen und die rechtsdogmatische Analyse zu unterstützen. Soweit dies die Umsetzbarkeit und Nutzbarkeit der Ergebnisse für den Auftraggeber erhöht, werden diese methodischen Vorentscheidungen explizit gemacht werden.

Objectives

The regulation of algorithms requires, among other things, a balance between the requirements of non-discrimination, consumer protection, the transparency of decision-making processes, the promotion of innovation in software and technology, data protection, fair competition and legal certainty for the users of algorithms concerned.

The report will first review the various areas of application of automated decision making based on learning algorithms to determine the relevant interests and assets. The report will then elaborate on key issues in this field of tension, and explain in detail the problems and possibilities of regulating algorithms, so that the legislator can make informed weighing decisions.

The aim of the study is an interdisciplinary as well as comparative analysis of the possibilities legislators have for the legal design of the development and application environment of algorithms. On the one hand, this requires an approximation of the terminology of German law with the concepts of computer science, on the other hand - if necessary - an approximation of the terminology of German law and the legal systems used for comparison.

For example, the initiatives on an "algorithm control authority" in the United Kingdom and the United States seem very similar at first glance - until it becomes clearer by analysis that these not only require a different definition of algorithms, but also evolved in a different historical legal environment, resulting in very different effects for citizens and businesses.

The interdisciplinary and international team will use comparative law and science and society studies to address these issues and support legal analysis. Insofar as this increases the feasibility and usability of the results for the client, these preliminary methodological decisions will be made explicit.